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Walter
Kiesenhofer
„Ich
wurde 1947 in Oberösterreich geboren. In der blumigen Aufbruchstimmung der
Endsechziger studierte ich einige Semester Philosophie, Publizistik, Theologie,
Mathematik und Chemie.
Mein
tatsächliches Hauptstudium ‚Leben & Tod’ betreibe ich immer noch mit
großer Begeisterung. 1992 versagten mir beide Nieren ihren Dienst. 1999
spendete mir meine Gattin Rosa eine ihrer beiden gesunden Nieren, nachdem sie
mir dreißig Jahre zuvor schon ihr Herz geschenkt hatte. Eine wunderbare Frau!
Ich bin seither gesund und munter, gestalte die Zeitschrift „Diaplant“ für
die Selbsthilfegruppe meines Bundeslands und schreibe als „Österreichkorrespondent“
für ein deutsches Fachmagazin. Hauptberuf ist aber Großvater. Wir helfen
unseren beiden allein erziehenden Töchtern und den vier Enkelkindern nach Kräften.“
Eigene
Website: http://www.raumzeitlust.com
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ISBN 978-3-8334-6964-0
Backcover
© 2007 für diese Druckausgabe bei Anneliese Wipperling
© 2007 für die Texte und Bilder bei den einzelnen Autoren/Künstlern
Herstellung und Verlag: Books on Demand GmbH, Norderstedt
Illustrationen: Adriana Wipperling
Umschlaggestaltung: Gabriele Scharf
Layout: Anneliese Wipperling und Adriana Wipperling
Printed in Germany
Dieses Buch wurde im On-Demand-Verfahren hergestellt
* * *
Seerosen blühen unterm Kopfsteinpflaster. Raumschiffe kriechen durch die Kanalisation. Schelmische Engel
heben ihre Röcke zum Can Can. Infantile Götter naschen Eiszeiten am Stiel. Ein Mann befreit sich von seiner
eigenen Haut. Liebhaber werden unter Blütenschnee begraben. Schmetterlinge fallen als rostige Schrauben vom Himmel ...
Mit Hingabe, Scharfsinn, Liebe, Humor und zuweilen auch Schwermut wandern die Autoren durch bizarre Traumwelten und die ungeschminkte Realität.
Kurzfassung
Vier Poeten wandern durch bizarre Träume und die ungeschminkte Realität: Seerosen blühen unterm
Kopfsteinpflaster. Raumschiffe kriechen durch die Kanalisation. Engel lüften ihre Röcke beim Tanz. Jemand befreit sich von der eigenen Haut. Schmetterlinge fallen als
rostige Schrauben vom Himmel ...
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... wo du freier gingst,
ließest's
silberläuten fallen
auf
das helle erdgeschweig
vergaßest
offen land und
bunte
sterne
liegst
endlich nackt im wiesentau,
vollmondlachen
im gesicht.
(1977)
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nächtens
hundete
nächtens
katzte tags
mähte kreise
mäanderte
in matrosenliedern
um die
puppenkleider
meiner seele
wann,
sagtest du
fährt die letzte
straßenbahn
rund um den
papierenen friedhof
all
unserer worte?
(2002)
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Lobpreis
Zeitlos
Allgegenwärtiger!
Vater,
Mutter, Kind des Universums.
Du
vertraust uns deine
Schöpfung
mit reichlich
Nahrung
für alle an,
eine
Welt voller Wunder.
Mit
jedem Grashalm, jeder Sonne,
mit
jedem hellen Kinderlachen
rufst
du sanft und unaufhörlich
zur
Einheit in dir.
Dein
Wille geschieht im Einklang
mit
all der ungeteilten Freiheit,
welche
du uns als dein
ureigenes
Wesen schenktest.
Du
bleibst Weg und Ziel und alle Liebe.
Ich
danke dir dafür!
(2004)
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