
Vita:
Ich befinde mich im Herbst meines Lebens, eine „ Herbstzeitlose“, die endlich das tun kann, was sie schon immer tun wollte und auch in karger Freizeit tat: Schreiben. Aber jetzt habe ich die Zeit dazu, die vorher fehlte.
Bereits als Gymnasiastin wurde mir Schreibtalent bescheinigt und ans Herz gelegt, diese Begabung nicht „Vor die Säue zu werfen“. Aber wie es so ist im Leben, ich habe mich anders entschieden.
Zunächst Berufstätigkeit, dann Haushalt und 3Kinder. Nach 20 Jahren Wiederaufnahme der Berufstätigkeit . Aber immer hatte ich zwischendurch ein wenig Zeit, um meiner Schreiblust zu frönen.
Kleine Geschichten und Gedichte in Zeitschriften, einmal eine größere Geschichte, die den 1. Preis in einem literarischen Wettbewerb erzielte.
Dann kam die „Rente“, und wieder verging viel Zeit, bis ich mir - endlich halbwegs firm am PC - mit einer Website unter dem Titel
„Die Schreiberin“
ein persönliches Lesebuch mit überwiegend eigenen Texten erstellen konnte.
Der Weg zu Gleichgesinnten war geebnet. Es gab viel Feedback, und kleine Erfolge stellten sich ein. Ich beteiligte mich an einigen Anthologien.
2006 ist mein zweites eigenes Buch unter dem Titel
Im
Schatten des „Berges“
im Engelsdorfer Verlag erschienen. Es beinhaltet Erinnerungen an Vor-, Kriegs- und Nachkriegszeit aus Sicht einer Heranwachsenden.
Meine Website:
Das
böse Kind
Copyright Ulla Leber
Es war das
Kind
an vielem
schuld
so hat man ihm gesagt;
das böse Kind
man lud ihm
auf
und hat es
nicht gefragt.
Es trug recht schwer
an seiner Last
hat sich damit
geplagt
aus seiner
Sicht
sah’s anders
aus
es hat es
nicht gesagt.
Das böse Kind
zog sich zurück
die Seele
voller Trauer
und baute
einsam
Stein auf
Stein
um sich eine
Mauer.
Da lebt er nun
hinter den
Steinen
kein böses
Kind, ein Mann
mit
Kindheitsspuren
Narben gleich
so gut er eben
kann.
11.03.07
Die
rote Rose
Copyright Ursula Leber
Vor
meiner Tür
gartenfrisch
liegt eine rote Rose
ich weiß
die Rose ist von Dir
und mein Gefühl
kalt und heiß
hat mich sehr erschreckt
Sie ist für mich
ein zartes Zeichen
ich nehme sie
und lege sanft
die Rose auf den Tisch
und spüre in der Luft
ganz ohnegleichen
verbotenen Liebesduft.
Ich
würde gern
weit weg von hier
und von der Ehe Frust
noch einmal lieben
noch einmal spüren
der Liebe Leid
der Liebe Lust.
Doch
sie welkt
die Purpurrose
ihre Schönheit geht
und wie die Tage schwinden
so sind auch bald
meine Träume
vom Alltagswind
ins Nichts verweht