Angst vorm bösen Wolf?

Torsten Jäger hat als Kind und als Jugendlicher viel durchgemacht. Es begann im Alter von neun Jahren: Er wurde von seinen Klassenkameraden und von anderen Schülern gehänselt, gedemütigt und bedroht. In der Folge fehlte er immer öfter in der Schule, erkrankte er an einer Angst-Psychose, bekam Panik-Attacken. In dem Buch „Wer hat Angst vorm bösen Wolf“ beschreibt der heute 26-Jährige, wie er es mittels einer Therapie schaffte, die Krankheit zu meistern und zu sich selbst zu finden. Torsten Jäger lebt in Rheinland-Pfalz und arbeitet als Bürokaufmann. Zudem schreibt er gerade an seinem zweiten Buch, einem Science-Fiction-Roman.


Es war einmal ein kleiner Junge, der traute sich nicht mehr alleine in den großen dunklen Lebenswald. Zu viel Leid hatte er erfahren müssen, zu viele wilde Tiere hatten ihn verfolgt, gebissen, zur Verzweiflung gebracht.

Darum schloss er sich in seine eigenen vier Wände ein - nach dem Motto "My home is my castle". Doch während er sich selbst in Sicherheit glaubte und sich eben auch in die vermeintlich sicheren "vier Wände" zurückzog, braute sich in ihm etwas zusammen.
Die Erinnerungen an den großen dunklen Wald mit all seinen schauderhaften Gestalten hatte er hinter eine dicke Mauer verbannt, in der Hoffnung, dass diese ewig halten würde.

Diese Hoffnung war jedoch utopisch!
Das Bauwerk wurde im Laufe der Jahre porös – kein Wunder, hatte er es doch auf dem morastigen, instabilen Boden des großen Lebenswaldes errichtet.

Voll Hochachtung hatte er versucht, das Monument zu umgehen und einen anderen Weg einzuschlagen, der ihn nicht in die Nähe dieses Gebildes führte. Doch dies das war letztlich nicht möglich! Um leben zu können, musste er die Mauer überwinden oder umgehen – stand sie einem erfüllten Leben doch direkt im Wege.

Eines Tages nun versuchte der kleine Junge sie zu erklimmen und genau an diesem Frühlingstag brach sie unter lautem Getöse zusammen.
Die Geister der bösen Raubtiere aus der Vergangenheit strömten hinaus und spukten durch den Lebenswald, hatten sich allesamt in der Seele des Jungen eingenistet und plagten ihn aufs Neue umso heftiger.
Dieses Mal konnte er ihnen nicht entfliehen, wie es bei den echten Raubtieren durch ein Ausweichen zumindest sporadisch möglich gewesen war. Sie waren in ihm und um ihn, über und neben ihm. Bei jeder Tätigkeit, an jedem Tag, geisterten sie umher und erfüllten selbst den winzigen Flecken Erde, den der kleine Junge für sich beansprucht hatte, mit Furcht und Grauen. Selbst in seiner kleinen „Burg“, den eigenen vier Wänden, fühlte er sich nun nicht mehr sicher.

Nach über 3 Jahren hatte er es also nicht mehr mit Gestalten aus Fleisch und Blut, sondern mit Geistern der Vergangenheit zu tun, die er nie rief, die ihn nun aber nicht mehr in Ruhe ließen. Denen er nicht entfliehen konnte und gegen jene auch kein anderer Mensch etwas auszurichten vermochte.

Was sollte er nun tun? Den Kopf in den Sand stecken?
Die Flinte ins Korn werfen?
Selbst das war nicht möglich, denn die Geister waren überall, verfolgten ihn sogar bis in den „Sand“ und ins „Korn“, ließen seinen Körper erbeben, die Hände und Füße zu Eisblöcken erkalten, umnebelten seinen Verstand, hinderten ihn am Atmen und erfüllten ihn mit Schwindelattacken.
Wer steckte da schon gerne seinen Kopf in eine Masse, in der eben jene Geister herumschwebten, wer wagte sich, ins Korn die Flinte zu werfen, wenn dort böse Dämonenwesen ihr Unwesen trieben?

Zudem wusste der Junge auch, dass er auf Dauer nur Ruhe finden konnte, wenn er es schaffen würde, die Geister aus seiner Welt zu vertreiben.

Also blieb ihm nur eines. Er musste die Fähigkeit erlernen, die ein Geisterjäger inne hatte, die Gespenster vertreiben, sich den Weg in den großen dunklen Wald freikämpfen.

Nur ganz langsam traute er sich – nachdem er gelernt hatte, die Gruselgestalten zu erkennen und sich ihnen zu stellen – in die bedrohlichen Gefilde, stieg hinweg über die Ruine der eingestürzten Mauer. Er kämpfte sich mit aller Kraft durch den Wald, in dem ihn allerlei Hürden erwarteten.

Geisterschlangen mit dem lähmenden Gift des Zweifels, Geisterwölfe mit dem ängstigenden und zerstörerischen Gebiss eines Raubtieres. Und Geisterfüchse, die geschickt versuchten, den Jungen in die Irre zu führen - sei es in einen Irrgarten, oder aber direkt in die Sümpfe der Depression.

Doch der Junge folgte den Brotkrumen und fand seinen Weg auf die Lichtung des großen Lebenswaldes.

Und wie, fragen Sie sich?

Lesen Sie selbst. Meinen Weg aus Mobbing-Attacken in der Schule, Angstattacken in der Zeit danach und einer Panikstörung, die an einem milden Frühlingstag ihren Höhepunkt fand, habe ich in einem Buch mit dem Titel „Wer hat Angst vorm bösen Wolf“ beschrieben, das ab Mai 2005 im Buchhandel erhältlich ist.

Also – wer hat Angst vorm bösen Wolf? Folgen Sie mir und lesen Sie, wie man der Geisterschlange die Giftzähne zieht, den Geisterfuchs vertreibt und den Geisterwolf zähmt. Kommen Sie mit mir in den großen dunklen Wald der Angst...

 

 

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