Hallo.

Mein Name ist Robert Botsch.

Ich bin 32 Jahre alt und in Hermannstadt ( Rumänien ) geboren und aufgewachsen.

Robert Botsch

Hugo-Eckener Str. 6

70771-Leinfelden-Echterdingen

 

Änderungen

Robert Botsch

Alles ändert sich
Ich auch
Ein Schatten meiner selbst
Nur Rauch.

Ich wollte doch soviel
Und jetzt?
Wer weiß, was kommen wird
Zuletzt

Vielleicht nur Nacht und Stille
Wer weiß?
Das Leben schon so schnell
Entgleist.

Und morgen ein neuer Tag
Vielleicht
Alles oder nichts
Nicht leicht.

Das Schiff

Robert Botsch

Das Land geht nun zugrunde
Flieht von diesem Schiff
Seht ihr nicht da vorne
Dieses scharfe Riff?

Auf diesem Schiff sind viele
Die den Tod verdienen
Und dennoch fragen viele
Was suche ich da drinnen.

Schau zurück du Wurm
Jahre hinter dir
Das Licht in deinen Augen
Du warst kein Mensch kein Tier.

Du warst wie viele hier
Des bösen rechte Hand
Drum schau wie dieses Schiff
Versinkt in Höllenbrand.

Schreien hilft jetzt nicht
Das Schiff wird untergehen
Jeder weiß warum
Und keiner will verstehen.

Der Wahn

Robert Botsch

Der Gedanke an was kommt
Lässt mich wieder nicht mehr los
Denn die Angst vorm Ungewissen
Ist erneut unendlich groß.

Nach so langer Zeit erneut
Kann ich endlich wieder schreiben
Doch die Muse kommt nur dann
Wenn mein Herz unendlich leidet.

Ich bin nicht der ich mal war
Ist das besser oder schlechter?
Ich bin nur für meinen Wahn
Ein bedeutungsloser Wächter.

Immer wieder zu bezwingen
Das Absurdum der Gedanken
Auf dem Weg und in der Spur
Zu halten was gerät ins Wanken.

Willkommen o du süßer Wahn
Warum bist du so spät gekommen
Jetzt kenn ich dich und will nie wieder
Denken du seiest nicht willkommen.

Es war einmal

Robert Botsch

Es war einmal vor langer Zeit
Da zahlten die Bauern Tribut
Ab und zu erhoben sich Stimmen
Erst leise doch später mit Mut.

Wir lesen die Bücher und fragen uns
Wie war denn so was überhaupt möglich
Schaut sie euch einfach an ihr Lieben
Dazu ist nicht allzu viel nötig.

Wir sind vielleicht nicht mehr die Bauern
Tribut wird gezahlt der Name ist Steuer
Wir arbeiten wie früher für andere
Und langsam wird’s für uns Bauern zu teuer.

Wo sind die Stimmen die brüllen
Wann ist es denn endlich genug
Wann haben die Menschen denn endlich
Genug von diesem Betrug?

Ich bin nur ein einfacher Bauer
Und deswegen denk ich wie einer
Wer will mich denn nun überzeugen
Dass keine Bauern heut weinen.

Ich glaube nicht an Wunder

Robert Botsch

Wenn dich alles nur noch ekelt
Und du kein Ziel im Leben hast
Musst du dich nicht einmal wundern
Wenn du irgendwann ausrast´.

Und du klammerst dich verzweifelt
An etwas das wie Liebe ist
Und du glaubst auch fest daran
Das du nie mehr traurig wirst

Doch die Liebe in Verzweiflung
Ist nur ein Ast der brechen wird
Um den Wahnsinn rauszulassen
Der in deinem Kopf regiert.

Dieser Ast im Baum des Todes
Ist gebrochen, du darfst leben
Aber niemand kümmert es
Du wirst nach dem Tod noch streben.

Wenn du einen kleinen Ast
Aus einen riesengroßen Wald brichst
Was kümmert sich der Wald darum
Was kümmert sich der Rest der Welt
Ob du Genie bist oder dumm.

Du wirst auch irgendwann verschwinden
Keiner wird dich je vermissen
Und die Sanduhr deines Daseins
Wird den Sand niemals vermissen.

Denn die Uhr ist abgelaufen
Und du erlebst vielleicht ein Wunder
Doch das leben ist ein Rad
Immer kürzer immer runder.

Es gibt einfach keine Wunder
Alles ist vorher bestimmt
Und du bist ein kleines Werkzeug
Das für irgendjemand dient.

Kreuzung

Robert Botsch

Ich falle tief im Nichts
Hoffe auf einen Funken
Fühle mich wie immer
Bedeutungslos und betrunken

Ich schreibe nicht für euch
Ich schreibe nicht mal für mich
Ich glaube in meinem leben
Fehlt der letzte Schliff.

Ich möchte weiterkommen
Doch die Entwicklung ruht
Und um weiterzukommen
Fehlt mir jetzt der Mut.

Ich stehe an einer Kreuzung
Doch kein Weg führt nach vorn
Vielleicht gibt’s jetzt für mich
Nur noch Gottes Zorn

Krieg

Robert Botsch

Es wurde soviel geschrieben
Über die verdammten Kriege
Über Geschichtspläne
Und fiktive Siege

Ich will, ich kann nicht anders
Darüber etwas schreiben
Ich sollte es doch lassen
Man schreibt nicht übers Leiden

Bei einem war ich auch
Wie viele andere Sieger
Demokratie entstand
Darüber Lob und Lieder

Der Kommunismus weg
Verblasste Zeit der Freude
Sich küssen und umarmen
Mit wildfremden Leuten

Wir haben daraus gelernt
Mehr als wir jetzt glauben
Denn wir wollten Freiheit
Nicht Reichtum leicht abstauben

Die anderen ziehen in den Krieg
Weil sie's für wichtig halten
Und denken, dass ein Rückzug
Sich von Schwäche ableitet

Und kommen als Verlierer
Und wissen nicht warum
Die anderen so kämpften
Vielleicht waren sie nur dumm?

Man kämpft für seine Freiheit
Und manche bis zum Tod
Es gibt nicht nur zwei Farben
Nach weiß und schwarz kommt rot

Lernen

Robert Botsch

Es ist bestimmt nicht leicht
Mein steiler Weg zum Glück
Doch mein altes Leben
Will ich nicht zurück.

Ich hoff, ich werde glücklich
Ich hoff,  ich finde Frieden
Ich fühl mich nur so müde
Nur Geist ist jung geblieben.

An deiner Seite schlafen
Von dir sanft aufgeweckt
Und nicht nur kalte Stäbe
Wenn sich der Körper streckt

Das Leben ist ein Weg
Von Sümpfen übersäht
Und gegen ihren Lauf
Ist ein Orkan der weht

Es scheint du läufst zurück
Und doch gehst du nach vorn
Lern einfach wie man lernt
Vergiss den Hass und Zorn

Mensch zu sein

Robert Botsch

Wenn von Müdigkeit geschlagen
Ich in der Nacht zum schlafen geh
Will ich noch der Menschheit sagen
Mensch zu sein tut doch so weh.

Wir zerstören ohne Schande
Was uns doch erschaffen hat
Doch in Bosheit ohne Rande
Und in Weisheit ohne Rat.

Und so kann ich nicht mehr schlafen
Vom Gewissen unterdrückt
Denn durch Menschen und dessen Waffen
Bin ich jetzt total verrückt.

Wie kann man normal noch denken
Wenn man soviel Blut vergießt
Und wir alle nicht bedenken
Dass ein jeder wird vermisst.

Es sagen viele: kein Fleisch essen
Und wir werden vieles retten
Keine Tiere aber stattdessen
Lässt ihr arme Kinder betteln.

Es sind Kinder in der Welt
Die vor Hunger sterben müssen
Aber was für euch nur zählt
Ein verwöhntes Tier zu küssen.

Kinder die nicht einmal wissen
Was ist falsch und was ist gut
Und wer wird sie dann vermissen
Wir doch nicht dazu kein Mut.

Eingestehen dass ihr auch schuld seid
Würdet ihr doch nie im Leben
Es tut uns zwar aufrichtig leid
Wir haben aber nichts zu geben.

Keinen Krümel Brot für jemand
Den ihr sowieso nicht kennt
Jeder Fremde ist ein niemand
Der sich nicht schuldig bekennt

Schuldig weil er auf die Welt kam
Um nach schnellem Tod zu streben
Schuldig wie ein kleines Schlachtlamm
Ohne Zukunft ohne Leben

 

Nur sein

Robert Botsch

Lasst mich allein
Ich will sein
Wie ich war
Nur bizarr

Und unbekannt
Ein Intendant
Wahnsinn pur
Alleine nur

Schwer zu verstehen
Gedankenlos gehen
Aus diesem Leben
Das wäre ein Segen

Ihr seid für mich schlecht
Ihr glaubt euch im Recht
Nichts zu verstehen
Alles verdrehen

Ich will nur sein
Still und allein.

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