
Kurzvita
Geboren
am 11.04.1953 in Berlin. Geschieden, 3 Kinder.
Zusammen
mit meiner jüngsten Tochter Anita (geistig behindert) wohne ich am ruhigen
Rande von Berlin. Während meine Tochter tagsüber die Behindertenwerkstatt
besucht, arbeitete ich verkürzt als Bürokauffrau. Seit Beginn dieses Jahres
bin ich betriebsbedingt arbeitslos.
Wir
verreisen mindestens einmal im Jahr in die herrliche Bergwelt Österreichs, um
beim Wandern die Seele baumeln zu lassen. Unser gemeinsames Leben ist nicht
immer einfach, trotzdem bereichert Anita meines.
Meine große Leidenschaft ist, Gedichte und Geschichten zu schreiben.
Geraer
Ring 73
12689
Berlin
Email:
Moni-D@gmx.de
Wintergemütlichkeit
Das
Feuer prasselt lustig im Kamin,
es
duftet nach Holz und Kerzenjasmin,
wohltuende
Wärme breitet sich aus,
entspannt
lasse ich meine Seele heraus.
Sie
schwebt zum Fenster, ganz in Ruh',
schaut
dem Tanz der Schneeflocken zu,
ist
verzückt von windigen Auf und Nieder,
es
werden sehr schwer meine Augenlider.
Feuerschein
züngelt ringsum die Wand,
zuckende,
schwarze Gestalten - interessant!
Sehen
aus wie Gespenster und Dämonen,
die
wohl bereits in diesem Haus wohnen.
Bequem
auf der Couch ausgestreckt,
werde
ich vom Poltergeist geweckt!
Nein
- ist meine Tochter, die stolpernde Maus,
morgen
träume ich weiter - von meinem Haus...
@
Monika Drake
Frühlingssehnsucht
Schnee
schmelze! Doch die Sonne lässt sich Zeit.
Oh,
Schneeglöckchen kommen - ist es soweit?
Meine
Sehnsucht ist groß nach Sonnenstrahlen,
die
ringsum die Natur wieder grün & farbig malen.
Sie
geben uns viel Lebensfreude, neuen Elan,
Schluss
mit Winterdepression, täglichen Tran.
Frühling
komme, bring uns die Wärme zurück,
somit
die Liebe und vielleicht ein neues Glück.
Wir
haben genug von der Kälte und eisigen Wind,
möcht
keinen Schneemann, bin ein Frühlingskind.
Kann
es kaum erwarten, die Sonne zu genießen,
Frühling,
lass endlich die Knospen wieder sprießen!
@
Monika Drake
Flickendecke
Spucke
die
Buchstaben aus,
wasche
und sortiere sie,
spinne
daraus
einen
endlosen Faden
aus
Wörtern
und
webe
damit
einen Stoff
voller
Sätze.
Den
zerschneide ich
vorsichtig
und
nähe die Satzflicken
zu
einer Geschichte
zusammen.
Manchmal
sticke ich
noch
bunte Muster
aus
Phantasie darauf.
Ist
dieses Werk fertig,
so
hoffe ich,
damit
zudeckend,
die
Herzen vieler Menschen
zu
erwärmen und zu erfreuen...
@
Monika Drake
Wo
Worte stören
Die
Sprache der Augen
mehr
als Worte taugen.
Ein
Lächeln hypnotisiert,
jedes
Wort... nur verliert.
Zweisame
Ruhe nie stört,
jegliches
Wort... empört.
Gemeinsam
schweigen
ist
himmlischer Reigen,
in
zärtlichen Stunden...
gedanklich
verbunden.
@
Monika Drake
Berliner
Internettes
Für
dich bin ick de liebe Internette,
'ne
jans bejehrenswerte Adrette,
so
steht's in deinen Emails drin,
nach
Kennenlernen steht der Sinn.
Meene
Adresse rück ick ne raus,
siehste
denn wirklich so jut aus,
wie
dat Bild im Anhang verspricht,
oder
biste nur een lügender Wicht?
Will
ja meen Inkoknito bewahren,
werd
ick de Wahrheit nie erfahren?
Schrieb
die Adresse von de Hilde,
dat
is ne Superfrau, 'ne janz Wilde.
Vor
der Haustüre wolln wa uns treffen,
schickter
doch eenfach seinen Neffen,
-
dat ist der Mann of diesem Bilde -
versteck
ma hinterm Straßenschilde,
und
wie ick vorluke, da isser weg...
rühr'
ma hier nich mehr vom Fleck.
Denn
wie soll er ma och erkennen?
Kennt
er nur - dat ist zum Flennen -
meene
beste Freundin Kunigunde,
ihr
Bild flog zu ihm 'ne Emailrunde.
Ick
bin also och nich besser als er...
schäm
ma jetze für wirklich sehr.
Ach
- der Mann da mit 'nem Bart,
kugge,
der is so scheen appart.
Steht
verlejen an der Haustür rum,
der
tät ma sehr jefallen, zu dumm.
Wat
hält der denn da inner Hand?
Dat
Kunigunde-Bild, habs erkannt!
Ja
is denn dat die Möchlichkeit...
dat
janze nach de Wahrheit schreit.
"Biste
etwa mein Honigbärchen?
Icke
bin's, dein liebes Klärchen..."
Wurde
dabei rot wie ne Tomate,
doch
dat Jlück stand ma nu Pate:
"Du
jefällst ma noch viel besser,
hübscher,
mutig und och kesser."
Er
riß ma strahlend in de Arme!
Da
wurde ma uns Herze warme...
Über
uns aus dem jroßen Fenster,
juchhuten
jetzte zwee Jespenster:
Neffe
und Hilde jlücklich winken,
Dat
Internet tat uns jut verlinken!
Und
de Moral vonner Jeschicht':
Steh zu dir - verleugne da nicht.
@ Monika Drake
Auszeit
Moment
bitte, bleib’ doch mal stehen – ja du!
Gönne
dir nur einige Minuten Zeit der Ruh`,
gehe
hinüber in den Park, setz dich dort hin,
du
fragst mich, was macht das für einen Sinn?
Mal
wieder schauen, fühlen, riechen, hören…
Trällert
grad eine Amsel? Könnt´ ich schwören.
Die
Hektik des Alltags macht blind und taub,
wirbelt
viel Dreck auf, besonders auch
Staub.
Wir
sind keine Roboter, sondern Menschen nur,
verzeihe
also gemachte Fehler, sei nicht stur.
Probleme
überrollen jetzt schon dein Denken?
Dann
musst du dir selbst eine Auszeit schenken.
Innehalten,
Gesicht zur Sonne, Augen schließen,
es
tut so gut, die Ruhe der Natur zu genießen.
Du
spürst, wie herrlich es ist, lebendig zu sein,
so
entspannt fällt dir viel eher eine Lösung ein.
Etwas
mehr Lebensfreude kehrt zu dir zurück,
baut
dich innerlich wieder auf, ein gutes Stück.
Die
Gedanken sind frei, sie schweben umher,
viel
klarer zu sehen, fällt dir nun nicht schwer.
Erkennst
du, wie wichtig solche Momente sind?
Schaue
einfach mal zu einem spielenden Kind.
Ein
Lächeln zaubert sich in deinem Gesicht…
es
gab glücklichere Tage, man vergisst sie nicht.
Es
gibt viel Schönes zu erleben hier auf Erden,
nimm
eine Auszeit, um daran erinnert zu werden!
@
Monika Drake
