


STURM
ICH FÜRCHTE MICH BEI STARKEM WIND
ER MACHT MIR GÄNSEHAUT
ER WIRD STÄRKER IMMER STÄRKER
ICH FINDE KEIN HALTEN, DIESER STURM ER WEHT MICH WEG!
NUR IN GEDANKEN?
GEDANKEN WEHEN MIR IM KOPF HERUM, WARUM?
WARUM DIESER STURM, DIESE GEDANKEN?
GÄNSEHAUT AUF MEINER HAUT.
NUN IST ES DA DAS GEWITTER MEINER KINDHEIT.
1.August,2006
(c)Manu

Libanon
Ein Kind schaut auf zu seiner Mutter
Es fragt:
Mutter schau was ist das dort?
Das leuchten? Das grollen? Das beben?
Mutter schließt ihr Kind in ihre Arme
Hält es fest ganz fest
Das Kind schaut auf in Mutters Augen
Es spiegelt sich große Angst und dicke Tränen
Mutter schau was ist das dort?
Das leuchten? Das grollen? Das beben?
Mutter sagt:
Das ist Krieg mein Kind, das ist Krieg!
Mutter warum steigen wir nicht in den Bus, der da drüben steht?
Mutter sagt:
Er ist zu voll mein Kind, vielleicht beim nächsten Mal.
Juli/2006

Die Zeit
Die Zeit vergeht geschwind
Wo ist sie geblieben?
Gestern warst du noch so klein
Und heute schon ganz groß
Die Zeit vergeht geschwind
Gestern noch ein altes Haus
Heute ein Palast voll Sonnenglimmer
Die Zeit vergeht geschwind
Gestern noch ein junges Pflänzlein
Heute welch großer Baum, voller Edelmut in grüner Pracht
Die Zeit vergeht geschwind
Gestern noch allein, vom Elternrock entflohen
Heute hand in hand in abendlicher Zweisamkeit
Die Zeit vergeht geschwind
Wo ist sie geblieben?
Manu September 2006
Meer der Ferne
Ich sitze da, mein Blick
auf’s Meer, es ist so nah
und doch so weit,
ganz fern
von mir.
Mein Blick geht himmelwärts
dem Meer entgegen,
ganz allein mit Traumgedanken.
“Komm, nimm mich mit auf deine Reise
Du Meer der Ferne“.
(c) Manu
Oktober 06
Die Liebe in meinem Herzen
Laufe durch die Straßen, einsam ist es hier,
Diese Leere ist auch in mir, wie in diesen Straßen hier.
Mein Leben ist leer ganz leer, kein Leben, keine Liebe in mir.
Wo ist das alles hin?
Ich hatte alles, ein Leben voller Glücksgefühl, voller Leben und Liebe für
so
vieles. Ich hatte alles,
war voller Lebensmut und so voller Menschlichkeit.
Doch jetzt ist alles fort , die Leere in mir, macht mich müde, so müde.
Ich laufe weiter immer weiter, so weit meine Füße mich noch tragen,
was ist es was mich da noch trägt?
Was zeigt mir meinen Weg?
Ist es doch der Weg zur Menschlichkeit,
wieder zurück zu meiner Glückseeligkeit?
Ich bin so müde, doch da ein Licht, ein Licht so warm, wie einst die Liebe
war in meinem Herzen, es ist so schön und gibt mir Kraft.
Die Straße ist nun nicht mehr leer, sie ist nun
voller Leben und Licht,
der Weg trägt mich immer weiter, da an der Ecke eine Bank, ich leg mich
einfach nieder, das Licht ist noch bei mir, es wärmt mein Herz .
Ich wache auf, eine Hand streckt sich mir entgegen, es ist die Hand voller
Lebensmut, Glückseeligkeit und tiefer Menschlichkeit, ich packe sie!
Und habe nun wieder die Menschlichkeit und viel Liebe in meinem Herzen.
(c) Manu
16.März 2007