Julian Jungermann

Geboren 1990 in Lich

Single

Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums Nidda


Ich habe seit der Grundschule Interesse am Schreiben entwickelt und schreibe schätzungsweise seit der fünften Klasse richtig, mit dem Ziel mal etwas veröffentlichen zu wollen. Im Moment orientiere ich mich größtenteils nach Romanen, schreibe aber auch Kurzgeschichten und Gedichte, sowie allerhand Gedankenströme einfach auf ;)

Inspiration gewinne ich viel aus der Musik; am Besten schreibe ich, wenn ich im Urlaub bin und mich richtig entspannen kann.
Aber genug geredet, ich denke, dass die eigenen Texte am Genauesten über jemanden sprechen. Viel Spaß damit .

Das Lied des Friedens


Eine Melodie in meinen Ohren
Legt sich leise in mein Herz
Hat mir einen Packt geschworen
Weckt mich auf und tötet Schmerz

Mit Saus und Braus und immer schneller
Rüttelt meine Glieder auf und ab
Meine Seele wird nun immer heller
Trommelt wild, hält mich auf Trab

Meine Arme in die Lüfte
Werdet ihr mich fliegen sehen?
Angenehme Sommerdüfte
Ich kann nicht mehr am Boden stehen

Nun beginne ich zu singen
Ein Lied von Freiheit und von Glück
Wird es in eure Herzen dringen
und Seelen heilen Stück für Stück?

Ich träume schöne wache Träume
Und die Welt beginnt zu beben
Die Sorgen werden nur noch Schäume
Mensch, ich möcht für immer leben!


© Julian Jungermann, 25. Jun. 2006


Der Ort


Kennst du ihn noch?
Von damals, unseren geheimen Ort?
Erinnern darfst du dich doch
Aber verlier darüber nicht ein einziges Wort!

Siehst du noch die Lichter
In der Nacht?
Voller Wärme
Haben wir dort unsere Zeit verbracht

Die Magie des Windes
Wenn er durch deine Haare wehte
Die funkelnden Augen eines kleinen Kindes
Dessen Gedanke sich nur um eine Sache drehte

Du hast geweint und ich sah dich an
Sah deine Tränen funkeln
Doch die Zeit verrann
Und somit der Schmerz im Dunkeln

Ich sprach deinen Namen
Du gabst dich mir hin
Damals als wir zusammen kamen
Machte mich zu dem der ich heute bin

Ein zärtlicher Kuss
Du schlosst deine Augen
Tauchten in einen unendlich tiefen Fluss
Doch keine Finsternis konnte unsere Herzen rauben

Ich spürte deine Hand
Und schaute dich an
Wie ein unzertrennliches Band
Und ein schimmernder See in dem man versinken kann

Und egal ob es nur damals war
In dieser einen Nacht
Das was damals mit mir geschah
Hat mich um den Verstand gebracht

Denn nun steh ich hier im Schein des Abendmonds
Und wenn du dich erinnerst dann sag mir bloß
Willst du noch mal mit mir kommen – nur diese eine Nacht!
Denn damals…
Hast du mich verrückt gemacht.


© Julian Jungermann, 14. Nov. 2005

Jemand wie du…


Manchmal brauch ich jemanden
der über mich wacht
Der mit mir weint
und mit mir lacht

Ein Mensch für gute
und für schlechte Zeiten
Der Gefühle weckt
die mir Freude bereiten

Der mich tröstet in Tagen
in denen Trauer mich zerfrisst
und mich behütet in Stunden
in denen niemand bei mir ist

Ein Mensch der mich hält
und der mich liebt
Der mich sanft küsst
und mir zärtlich Wärme gibt

Ein Mensch wie du
könnte es sein
Mit jemandem wie dir
bin ich nicht mehr allein

So nimm meine Hand
und hilf mir auf
Mit dir an meiner Seite
bau ich neue Träume auf


© Julian Jungermann, 2. Januar 2007

Hey du…


Hey du…
Ein Schatten im Sonnenlicht
Hey du…
Ein Gefühl, das alle Bahnen bricht

Sieh zu…
Wie ich Berge niederreiße
Sieh zu…
Wie sehr ich mich darin verbeiße

Fühle…
Wie das Blut in meinen Adern kocht
Spüre…
Mein Herz, wie es laut und hämmernd pocht

Gib mir eine Scheibe
Ich schlag sie für dich ein
Auch wenn tausend dünne Scherben
Sich mir bohren in Hüfte Arm und Bein

Blut ist nur flüssige Materie
Die Schmerzen symbolisiert
Für den Mensch ist es besser
Wenn er die Schmerzen verliert

So sehe ich auf zu dir
Und reiß den Berg nieder
Zerschlage tausend Scheiben
immer und immer wieder

Blut läuft über mein Gesicht
Ein Sonnenstrahl den Schatten bricht
Der Schmerz quillt raus und ich bin frei
Ich heb die Hände in die Luft und schrei


© Julian Jungermann, 23. Jun. 2006


Rampenlicht


Wenn dichte Nebel leise fallen
dringt Eis in meine Glieder
Wenn nahe Donner schmetternd knallen
zusammen zuck ich immer wieder

Wenn sich Schatten werfen nieder
vom Mondes Licht gesandt
singen Stimmen stumme Lieder
Kommen vor mir so bekannt

Ich spüre lachende Gesichter
und das Licht zeigt nur auch mich
Doch so greller auch die Lichter
der einzig Stumme – der bin ich

Denn wenn die Angst von hinten
mir tückisch in den Rücken sticht
kann ich den Anschluss nicht mehr finden
Selbst weitergehen kann ich nicht

Wenn die Gestalten weiter blicken
und Angst sich nistet in mir ein
werd ich an Dunkelheit ersticken
Der letzte Schritt wird niemals sein


© Julian Jungermann, 13. Apr. 2007

Schwarze Augen


Wir standen da
Wie immer
Am Ort des Ursprungs
Des ultimativen Anfangs

Wir waren uns nahe
Wie immer
Wie es war
Und wie es ist

Doch ich spüre ihn nicht mehr
Sehe nur noch seine Silhouette
Und wie eine Nadel
durchstechen mich seine schwarzen Augen

In Schatten gehüllt
Von Zweifeln umringt
Packt mich die Angst
Reißt mich in den Abgrund

Ich vertraue ihm nicht mehr
Sein Lächeln ist verfälscht
Kann ich ihn je wieder mit klaren Augen sehen?
Ehe er mir in den Rücken fällt…


© Julian Jungermann, 2. Oktober 2006

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