© Jana Enke

Kurzvita

Ich heiße Jana Enke, bin 23 Jahre alt und komme aus dem Norden Deutschlands.
Seit jungen Jahren schon schreibe ich Gedichte und kurze Erzählungen.
Eine Zeit lang war ich in einem Forum aktiv und habe wertvolle und
bereichernde Kontakte geknüpft.
Wer mehr erfahren will, kann sich gern auf meiner Homepage umschauen,
dort ist auch beschrieben, wie ich zum Schreiben kam und welche Gründe
dahinter stecken.

*Diamat*

Gedankenspinne
in die Wiege des Bewusstseins gelegt
spinnt sie sich zurecht
ebenmäßig das Netz
aus Tatsachenwahrheiten

Die Wirklichkeit
gleicht Schattenhäuten
abgeworfen und übergezogen
in den Bewegungen des Lebens
passt sie sich individuell an

Gedämpfter Niederschlag
der Autonomie auf Federn
die wir lassen mussten
im Versuch die Vernunft zu paaren
mit dem Dogma höherer Ebenen

Doch ist Leben mehr
als das Resultat
aus Bewegungsabläufen
und mehr als geschriebenes Wort
in zu fest gepresster Form?

Der Geist
so frei er sich zu wähnen meint
muss passen in Anbetracht der Abhängigkeit
materialistisch gesehen
bleibt er in Ketten gelegt
obgleich ihn gerade das
auszumachen scheint

Das Streben
nach Ganzheit
lässt manchmal kühn aussen vor
die Niedrigkeit im Schwindel mancher
Hochebenen

Nur die tiefste Bindung
beinhaltet Verstehen
der Ganzheit
und ermöglicht
Individualismus

Evolution
in Vollendung

© Jana Enke

*Ein Grab aus Flucht*



Die Dunkelheit malt Schattenbilder
an die Wände der Kindheit
die vergilbt und matt dem Mondlicht
eine Leinwand bilden
und heimlich malt es Erinnerungen
auf den Geruch der Angst
welche sich verkroch
hinter alten farbverblassten Tapeten

der Schlaf faltet die Trauer
die unversehrt dem Himmel Sterne beklagt
ein Grab aus Flucht
mit rohen Diamanten hart bestickt
gleich als wären sie unzerbrechlich
wie die Furcht selbst

Es atmet die Weite
eine fremde Ferne überholter Nähe
welche sich der Nacht verschließt
im Klang schäumender Gier
die die Spuren zerbricht
die sich ziehen wie Denkmäler
auf blasser Haut
erinnernd und wehrend
dem Anfang

Der Frieden liegt verborgen
im Vergessen verzehrender Bilder
und selbst das Blut
löscht nicht aus
was bahnend immerdar Wege durch
fremde Adern zieht
mehr fern als mein

leise
still fast die Klänge beginnenden Lichts
das zerbrechlich sich verspricht
und bedeutend Kreise zieht an Himmel und an Wänden
berührend streift was sich verschloss der Welt
tragend jene lang ersehnte Nähe zu sich selbst

Berührungen die meine Haut ertragen kann...

© Jana Enke

*Gärten der Zerrissenheit*



Ein Kunstwerk hast Du geschaffen
einen Garten der Zerrissenheit
in logischer Symmetrie die Gänge gefurcht
filigran gearbeitet entstand ein Kunstwerk
ein Kunstwerk der Worte

und Du wässerst den Garten
mit Tränen die sich zum Sterben ballen
erfrieren unter der Kälte Deiner Hände
bluten sie aus diese Worte
und werden kürzer
lauter die Stille in
hohlen Wänden die Schall nicht kennen

Und der Himmel ist die blasse Hülle
farblos gezogen über diese Gärten
stirbt er im letzten Traum
als die Stunde sich dem Klang verschließt
dem Schatten wich der lautlos
und in wilder Gier sich bettet
an die Seite alter Wände
die Flucht nicht kennen

Im letzten Aufbäumen des Morgens
wenn die Dunkelheit beginnt
wird wach der Traum
zerbricht in der Furcht
des Tages vor der Nacht
und Flammen laufen heiß in Wunden
brennen Male in weißes Fleisch
verbrannt bleibt zurück nur die Hülle
in den Gärten Deiner Worte
die zerrissen das Licht aussperren
und dunkel stehen die Blüten
benetzt vom Tau der letzten Tränen

© Jana Enke

 

 

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