
Vita
Guido Bersacola lebt in Möhlin in der Schweiz, ist gelernter Maler und
arbeitete bis 2001 in einer großen Waggonfabrik als stv. Malermeister. Er ist
verheiratet und hat eine Tochter. Der Künstler war immer schon kreativ, aber
als ihn dann 2001 mehrere schwere Episoden von Depressionen trafen und er
deswegen insgesamt ca. 35 Wochen in verschiedenen Kliniken weilte, entwickelte
sich seine Kreativität im Malen, und zusätzlich begann er dann seine schwere
Erkrankung mit Gedichten zu verarbeiten. Mailadresse: bersacola@vtxmail.ch
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Begegnung
Ich
bin und war krank,
man
nennt es Depression,
Auf dem Gehsteig,
ein Kollege kommt mir entgegen.
Plötzlich noch 100 Meter,
und der Kollege wechselt die Straßenseite.
Im Moment explodiert meine Seele,
Was ist nur jetzt geschehen?
Der Mann war überfordert mit meiner Krankheit,
er wusste nicht, wie sich verhalten.
Gleichwohl litt meine Seele schwerste Qualen,
und es tat mir fürchterlich weh.
Als es mir dann später wieder gut ging,
sahen wir uns erneut.
Dann kam das Gespräch zustande,
das ich damals nicht mehr fand.
Guido Bersacola
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Das
wunderschöne Lächeln
Danke
für dein Lächeln,
das
mich so stark erwärmt,
und
es ist so schön dein Lächeln,
das
wird alle Menschen erfreuen.
Danke
für dein Lächeln,
das
keine Grenzen kennt
und
keine dunklen Mächte,
es
wärmt uns alle sehr hier drinnen.
Danke
für dein Lächeln,
es
erwärmt, wie eine Sonne,
wir
brauchen doch das Lächeln,
so
die Traurigkeit kann weichen.
Danke
für dein Lächeln,
denn
es ist so wunderschön,
und
steckt uns alle an, das Lächeln
und
es hellt auf die Traurigkeit.
Danke
für dein Lächeln,
vor
allem für die Menschen,
die
nicht mehr können lächeln,
es
wirkt wie eine wärmende Sonne.
Guido Bersacola
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Die
dunklen und grauen Tage
Die
dunklen und die grauen Tage,
das
will ich euch sagen
bitte
verzaget nicht,
denn
in unserem tiefsten Dunkeln
leuchtet
noch das kleinste Licht.
Ich
will euch sagen,
verlieret
nie den Mut, denn das Licht
wird
zur Sonne und sie entzündet
in
uns die Glut, zur wiedererwachten
Lebensfreude.
Die
dunklen und trüben Tage,
ich
will euch auch sagen,
einmal
gehen auch sie vorbei.
Ich
durfte dies erfahren,
in
meinem glücklichen Sein.
Ich
will euch sagen,
verlieret
nicht den Mut,
ich
denk jetzt nur an das Heute
und
nicht an Morgen.
Es
ist so schön zu Sein
im
neuen Lebensgefühl.
Die
dunklen und trüben Tage,
ich
will euch sagen,
habet
Mut daran zu glauben
an
dieses Lebenslicht,
Es
wird auch brennen für dich.
Guido Bersacola
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Einer
wie ich
Einer
wie ich, der unter schwersten
Depressionen
litt und seinem Tode
gegenüber
stand,
der
weiß, wie kostbar sein Leben ist.
Einer
wie ich, der unter schwersten
Depressionen
litt, und der keinen Ausweg
im
Leben mehr fand,
der
würdigt sein neues Lebensglück.
Einer
wie ich, der unter schwersten
Depressionen
litt, und für den die Welt
nur
noch in schwarz existierte,
ist
glücklich in seiner Auferstehung.
Einer
wie ich, der unter schwersten
Depressionen
litt, und nicht wusste,
wohin
die Reise ging,
hat
wieder gelernt das Leben zu lieben.
Einer
wie ich,
lernt
das Leid des Andern
in
Dankbarkeit und Demut
zu
achten.
Einer
wie ich,
gibt
dem Andern in seiner Not,
seine
Liebe und in
großer
Demut seine Hand.
Einer
wie ich.
Guido Bersacola
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Freundschaft
Freundschaft
zwischen
zwei Menschen
ist
etwas ganz besonderes.
Freundschaft;
sie
ist ehrlich,
sie
ist sehr einfühlsam,
sie
fordert niemals,
sie
ist sehr respektvoll,
sie
spricht alles an,
sei
teilt alles zusammen und
sie
sind beide Seelenverwandt.
Etwas
ganz besonders Traumhaftes,
sind
Freunde, die etwas ganz besonderes
und
einmaliges sind, und sich ergänzen.
Herzlichen
Dank für diese Freundschaft.
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Ich
glaube an die Gefühle des Menschen
Ich
glaube an uns Menschen
mit
allen unseren Gefühlen,
die
es uns erlauben,
uns
mit Liebe und Respekt
zu
begegnen.
Ich
glaube an uns Menschen
mit
allen unseren Gefühlen,
die
es uns ermöglichen,
über
alle Grenzen hinweg
Menschen
achten und zu lieben.
Ich
glaube an uns Menschen
mit
allen unseren Gefühlen,
die
uns befähigen,
all
das Gute in uns,
mit
den Menschen freudig zu teilen.
Ich
glaube an Gott,
dass
er uns Menschen befähigt,
unsere
Liebe zu den Menschen
noch
mehr zu beflügeln,
und
das Böse, das auch
ein
Teil von uns ist, zu dämpfen.
Ich
glaube an die Gefühle des Menschen.
Sie
geben uns Halt, und
wir
dürfen so alle zusammen,
uns
gegenseitig in die Augen sehend,
miteinander durchs Leben gehen.
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Verschlafen
am frühen Morgen
Verschlafen
drehe ich mich
morgens
früh im Bett,
nach
der Suche nach meiner Wirklichkeit,
ein
surrealistischer Traum
begleitet
mich.
Das
Spiel kann beliebig
hinausgezögert
werden,
bis
dann die Zeit vor dir steht,
nun
aus den Federn, mein Lieber,
du
hast genug geträumt.
Kaum
im Badezimmer,
sehe
ich mich in diesem widerlichen Spiegel,
diese
hässliche graue Fratze,
die
mir entgegen schaut,
wie
ein Monster sieht sie mich an.
Duschen,
Zähneputzen und Rasur,
sie
befördern mich rasch in
meine
tägliche Wirklichkeit.
Nun
beginnt der Tag langsam in
geordnete
Strukturen zu verlaufen,
und
die Sicht des Tages wird Klarheit gewinnen.
Guido Bersacola
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Wieder
glücklich sein
Wieder
glücklich sein,
ist wie neu geboren inmitten von
besonders lieben Menschen, da bin ich behütet
und geborgen nach dieser schwersten Zeit.
Der Weg ist lang,
den Tod vor Augen habe ich gesehen,
da wollte ich nicht mehr und ließ es dann geschehen.
Der Engel hatte mich gehalten.
Zurück im Leben bin ich nun,
auferstanden von den Toten,
wie eine Rose ist für mich nur diese Welt,
jeden Tag aufs Neue geboren.
Jeden Tag sehe ich wieder neu,
die Wunder dieser Erde, jeden Tag erwach
ich wieder neu, wenn ich wieder fröhlich werde.
Dankbar bin ich, dass es so geschehe.
Liebe Menschen gaben mir das Vertrauen,
und ich finde den Halt wieder unter meinen Füssen,
auch wenn ich Gott manchmal nicht gespürt habe,
da hat er mich getragen.
Guido Bersacola
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Zu
sich selber treu sein
Sich
selber treu sein,
und
sich selber lieben und achten,
zu
sich selber Tolerant sein,
zeigt
uns einen Weg,
den
wir zusammen gehen können.
Ausgegrenzt
sein,
das
kenn ich wohl,
das
Ausweichen des Meins,
hab
ich auch schon erfahren,
dies
tief in meiner Seele schmerzt.
Nicht
böse Absicht nein,
Unkenntnis
und Berührungsängste,
verhindert
den Menschen
dass
solidarisches Denken
die
Qual des Leidens,
etwas
vermindern zu können.
Ich
bleib mir treu,
und
werde immer zu
meiner
Krankheit stehen,
dafür
werden immerzu,
neue
Freundschaften entstehen.
Bleib,
wie du bist,
und
halte zu dir,
neue
Freunde werden kommen,
dies
wünsche ich dir
und
es ist ein langer Weg,
verzage
nicht.
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