Gitte - Brigitta Labudda-Kiefer - @Lakie

 

Eigentlich wolle ich im Jahre 2004 meine bis dahin sehr verwaiste HP beleben, die ich irgendwann einmal eingestellt hatte, Ich erinnerte mich an ein Hobby meiner Jugendzeit, nämlich an das Schreiben von Gedichten. Meine ersten Werke wurden ins Netz gestellt. In Internetforen bekam ich Kontakt zu anderen "Schreiberlingen", die mich mehr und mehr in meinen Ambitionen bestätigten. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Gedichte  hinzu. Mittlerweile schreibe ich auch noch Kurzgeschichten und bin stolz darauf, mit einigen Beiträgen  in Anthologien vertreten zu sein. So zum Beispiel in "Fabelhafte Kinderwelt" - "Nachtwelten" und "Danach war alles anders".
Ich bin im Sternzeichen des Krebses im Jahre 1951 geboren und gelernte Industriekauffrau. Nach Schließung meines eigenen Sonnenstudios im Jahre 2001 habe ich viel Zeit für die schönen  Dinge des Lebens. Schreiben gehört auf alle Fälle dazu.

   

Seele

 

Aus feinem Stoff – von Licht genährt

bist du gefangen in der Masse,

die endlich ist und kurz nur währt

Im Körper, den ich so oft hasse

 

Für einen Wimpernschlag der Zeit

warst du mein Motor, mein Getriebe

Gekommen aus der Ewigkeit

voll sanfter Glut und lichter Liebe

 

So nimm mich mit auf große Reise

durch Sternenstaub am Firmament

Will ewig lauschen deiner Weise

in Mutter Erdes Äquivalent

@Lakie

 

 

 

Erinnerungen

 

Sie schwirr’n wie bunte Frühlingsfalter

durch meine letzten Sommer hin

Jungfräulich süß, ganz ohne Alter,

lieb’ ich sie so und geb’ mich hin

 

Auf  lichten Schwingen sie mich tragen

dorthin, wo alles leicht und klar

Wo Antwort war in allen Fragen

und  junger Tag das Glück gebar

 

Sie zieh’n gleich schwarzen, bösen Krähen

durchs Meer der Angst und Einsamkeit,

um höhnend, lachend zu erspähen

tief in mir drin, die dunkle Zeit

 

Ganz frei geh’n sie durch Kopf und Glieder

Berühren voller Pein mein Herz

Begleitet von der Wehmut Lieder,

flieg’ ich  mit ihnen himmelwärts

 

@Lakie

 

Mein Fluss im Winter
 

 

Verhärtet ist sein Spiegel

Er sprudelt sanft nach innen

Und weißes Wintersiegel

prägt hoher Tannen Zinnen

 

Erstarrt die alte Eiche,

die stumm am Ufer leidet

Sie wurd’ von Winters Bleiche

ergriffen und entkleidet

 

Hungrig fliegt der Rabe,

der gestern sich noch freute

Hofft auf des Flusses Gabe

und eine reiche Beute

 

Der Himmel ist verhangen,

lässt nicht nach Ferne streben

Hat still das Land gefangen

und konserviert das Leben

 

Die hohen Berge grüßen,

die seinen Ursprung wahren

Er fließt zu ihren Füßen

seit abertausend Jahren

 

Das stille Bild behüten,

will ich, wenn Unheil droht

Wenn wilde Wasser wüten

und nah’ mir ist der Tod

 

 @ Lakie

 

 

 Danke

Dunkle Wolken zieh’n am Himmel

Sturm heult laut sein wütend Lied

Langsam kommt die Angst gekrochen,

dass mir bald ein Leid geschieht

 

Regen peitscht sein kaltes Wasser

unaufhörlich auf das Land,

lässt den Fluss dann überquellen

übers Ufer, das verschwand

 

Letztes Licht ist nun verloschen

Schwarz und drohend ist die Welt

Tausendfach schick ich Gebete

hin zu ihm, der alles hält

 

Meine Ängste werden schwächer,

weichen heitrer Zuversicht

Draußen droht die Welt zu bersten,

doch am Horizont scheint Licht

 

Du schickst mir den Regenbogen,

wachest über mein Geschick.

Lass mich niemals müde werden,

dir zu danken für mein Glück

 

@ Lakie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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