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Seele
Aus feinem Stoff – von Licht
genährt
bist du gefangen in der
Masse,
die endlich ist und kurz nur
währt
Im Körper, den ich so oft
hasse
Für einen Wimpernschlag der
Zeit
warst du mein Motor, mein
Getriebe
Gekommen aus der
Ewigkeit
voll sanfter Glut und lichter
Liebe
So nimm mich mit auf große
Reise
durch Sternenstaub am
Firmament
Will ewig lauschen deiner
Weise
in Mutter Erdes
Äquivalent
@Lakie
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Erinnerungen
Sie schwirr’n wie
bunte Frühlingsfalter
durch meine
letzten Sommer hin
Jungfräulich süß,
ganz ohne Alter,
lieb’ ich sie so
und geb’ mich hin
Auf lichten
Schwingen sie mich tragen
dorthin, wo alles
leicht und klar
Wo Antwort war in
allen Fragen
und junger
Tag das Glück gebar
Sie zieh’n gleich
schwarzen, bösen Krähen
durchs Meer der
Angst und Einsamkeit,
um höhnend,
lachend zu erspähen
tief in mir drin,
die dunkle Zeit
Ganz frei geh’n
sie durch Kopf und Glieder
Berühren voller
Pein mein Herz
Begleitet von der
Wehmut Lieder,
flieg’ ich
mit ihnen himmelwärts
@Lakie
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Mein Fluss im
Winter
Verhärtet ist sein
Spiegel
Er sprudelt sanft nach
innen
Und weißes
Wintersiegel
prägt hoher Tannen
Zinnen
Erstarrt die alte
Eiche,
die stumm am Ufer
leidet
Sie wurd’ von Winters
Bleiche
ergriffen und
entkleidet
Hungrig fliegt der
Rabe,
der gestern sich noch
freute
Hofft auf des Flusses
Gabe
und eine reiche
Beute
Der Himmel ist
verhangen,
lässt nicht nach Ferne
streben
Hat still das Land
gefangen
und konserviert das
Leben
Die hohen Berge
grüßen,
die seinen Ursprung
wahren
Er fließt zu ihren
Füßen
seit abertausend
Jahren
Das stille Bild
behüten,
will ich, wenn Unheil
droht
Wenn wilde Wasser
wüten
und nah’ mir ist der
Tod
@
Lakie
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Danke
Dunkle Wolken zieh’n am
Himmel
Sturm heult laut sein wütend
Lied
Langsam kommt die Angst
gekrochen,
dass mir bald ein Leid
geschieht
Regen peitscht sein kaltes
Wasser
unaufhörlich auf das Land,
lässt den Fluss dann
überquellen
übers Ufer, das verschwand
Letztes Licht ist nun
verloschen
Schwarz und drohend ist die
Welt
Tausendfach schick ich
Gebete
hin zu ihm, der alles hält
Meine Ängste werden
schwächer,
weichen heitrer Zuversicht
Draußen droht die Welt zu
bersten,
doch am Horizont scheint
Licht
Du schickst mir den
Regenbogen,
wachest über mein
Geschick.
Lass mich niemals müde
werden,
dir zu danken für mein
Glück
@
Lakie
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