Bernard Bychan

Der Schriftsteller Bernard Bychan (www.bychan.de)

 Der Name Bychan kommt aus dem Walisischen und bedeutet "klein".
 Allerdings stammt Bychan selbst nicht aus Wales.

 Zur Zeit arbeitet Bychan an einem neuen Projekt mit dem Arbeitstitel
 etrusker-ag.


 
www.etrusker.ne
 

In der EtruskerAg begleitet man Mitarbeiter eines typisch deutschen
Großbetriebes auf dem Weg zur Selbstfindung durch die Macchia und Wälder der
Toskana. Was wie ein gewöhnliches Seminar zur Steigerung der Effizienz und
Überwindung der Prokrastination beginnt, artet schnell zu einem Thriller aus,
der scheinbar modernes Leben des 21. Jahrhunderts mit der Welt des alten
Etruriens des 6. Jahrhundert vor Christus verknüpft. Die alten Etrusker
werden zu neuem Leben erweckt und zeigen, dass sich so manches in mehr als
2500 Jahren kaum geändert hat.

Die Ergebnisse seiner Recherchen über die Etrusker stellt der Autor auf zwei
Webseiten der Welt kostenlos zur Verfügung:

http://www.etrusker.net

http://www.etrusker-ag.de

Bychans umfangreiche Beschäftigung mit der Prokrastination, meistens besser
bekannt unter dem volkstümlichen Begriff Aufschieberei, führte zu einer der
führenden deutschsprachigen Seiten zu diesem Thema:

http://www.bychan.de/procrastination

Roman „Galois Schweigen“ von Bernd Klein

Der Inhalt

 Evariste Galois (1811-1832) ist unumstritten einer der größten Genies der
 Mathematik. Einer der als Schulkind Probleme der Mathematik löste, die
 Jahrhunderte ungelöst waren, aber trotz aller Genialität nicht die Probleme
 seines eigenen Lebens meistern konnte. Als glühender Demokrat war er bereit
 auch mit Waffengewalt gegen Depression und Unterdrückung kompromisslos vorzugehen. 

Mit der selben Radikalität suchte er auch bei seinen
 wissenschaftlichen Arbeiten keinen Mittelweg und ging damit auf
 Konfrontationskurs mit denen, deren Anerkennung er suchte und dringend
 brauchte. Er führte ein Leben, was anscheinend zwangsläufig nach nur
 zwanzig Jahren wie eine griechische Tragödie in einem mysteriösen Duell
 endete. Ein Duell, dessen wahre Ursachen wohl ewig im Dunkeln bleiben
 werden. Führten Liebe und Eifersucht zu diesem sinnlosen allzu frühen Tod
 oder war es eine geschickt eingefädelte politische Intrige mit der ein
 pseudoliberales Königtum sich eines unangenehmen politischen Gegners entledigte?


 Auch wenn allein das Leben Evariste Galois (1811-1832) bereits eine
 hervorragende Vorlage für einen spannenden Roman liefert, geht "Galois
 Schweigen" weiter. Galois Biografie dient zwar als Basis des Romans, aber die
 eigentlichen Hauptpersonen sind der Mathematiker Constantin Colanik,
 einer der sich in Chats Spacebeing nennt und Stella, eine Musik- und
 Sportlerin als zentraler Drehpunkt der Handlung. 

Spacebeing fesselt Stella
 mit seinen fantastischen Geschichten und Constantin mit seinen Erzählungen
 über seine Internetzeit. Alle Erzählstränge sind alternative, - mal
 kompelemtär mal kontrapunktisch, - Antworten auf die Frage, wie es sein
kann, dass Menschen mit genialer Disposition so kläglich im Leben scheitern
 können, während andere trotz mittelmäßiger Anlagen höchste Erfolge erzielen.
Wie kann es sein, das manche, obwohl sie in ihrem Wirkungsbereich nur mäßig begabt sind, zu
höchsten Ehren kommen, während es Genies wie Galois gibt, die an den
 äußeren Umständen unweigerlich scheitern?

 Wirkten die zerstörerischen Kräfte in Evariste selbst oder führte das
 gesellschaftliche Umfeld zu seinem Verderben? Wäre es Evariste Galois, dem
 Begründer der Galois-Theorie, heute besser gegangen? Hätte man in unserer
 Zeit sein Genie erkannt? Oder wäre er auch an oder durch unsere
 Gesellschaft gescheitert? In den Worten eines der Haupt-Charaktere des
 Romans: ,,Mord oder Selbstmord, das Establishment hat ihn auf dem Gewissen.
 ... In einem Vorwort --- welches übrigens lange Zeit nicht gedruckt wurde
 --- sagte Galois einmal `Das wertvollste Buch eines gebildeten Autors wäre
 dasjenige, in dem er alles aufführte, was er nicht weiß'. Aber auf der Erde
 sind des Kaisers neue Kleider mehr gefragt. Schwierigkeiten und Probleme
 werden versteckt hinter sinnlos aufgeblähten Begriffsbildungen, um sich als
 unfehlbaren Experten zu profilieren oder zu bestätigen.'' Ein Roman als Metabiographie".

 Der Roman "Galois Schweigen" von Bernd Klein, alias Bernard Bychan, ist
 eine Metabiographie, und als solche sprengt und erweitert sie den Rahmen
 konventioneller Biographien, um das Leben und den tragischen Tod von
 Evariste Galois umfassend darzustellen. So wie eine linguistische
 Metasprache sich Elemente bedient, die die konventionelle Sprache nicht
 bietet, so liefert die Metabiographie Konstrukte, die einer rein
 wissenschaftlichen und einer fiktionalen Biographie verschlossen bleiben.
 Durch diesen Aufbau gelang es die Unzulänglichkeiten der rein
 wissenschaftlich biografischen Vorgehensweise ebenso wie des fiktionalen
 Ansatzes zu überwinden. In Galois Schweigen ist jederzeit ersichtlich, ob
 es sich bei einer Episode um extra extuelle Wirklichkeit oder Fiktion handelt.

 Eine fiktionale Biographie vermengt meist - und vor allem, wenn wie im
 Fall Galois in entscheidenden Lebensphasen nur fragmentarische Fakten
 vorhanden sind - Reales mit Erfundenem, und bei der Lektüre lässt sich
 meist nicht mehr dechiffrieren, was abgesicherte Fakten bzw. plausible
 Spekulationen sind oder was der Phantasie des Autors entsprungen ist.

 In "Galois Schweigen" werden der historische Figur des Mathematikers
 Galois fiktionale Charaktere zur Seite gestellt, die die historischen
 Zusammenhänge sowohl komplimentieren und als auch kontrakunktieren, oder
 mathematisch gesprochen orthogonalisieren. Dabei sind die verschiedenen
 Ebenen, d.h. die fiktionale und die wissenschaftlich essayistisch Reale,
 immer streng getrennt. Historische Fragmente und narrative Elemente
 vereinigen sich zu einem einzigartigen Gesamteindruck Evariste Galois.
 Bernhard Bychans Biographie Evariste Galois: Tragisches Scheitern eines
 Genies bildet den historischen Kern dieser Metababiographie

Leseprobe:

 „Galois Schweigen“
 Das Duell

 Ein Schuss, der nur die Enten im nahen Glacière Teich und die Vögel in
 den Bäumen am frühen Morgen des 30. Mai aufschreckte. Aber es war auch ein
 Knall, der aus dem Paris des Jahres 1832 durch Raum und Zeit hallte, immer
 lauter statt leiser wurde und als Grundstock für das Wuchern der Legenden
 diente. Im Dickicht der Sagen tummeln sich anonym die Königstreuen und
 toben eifersüchtige Liebhaber, alle bereit den erst zwanzig Jahre alten
 Mathematiker im Duell zu töten. Mit dem Schuss wurde die Mär von dem Genie
 geboren, das in der Nacht vor seinem Tode eine der bedeutendsten
 mathematischen Theorien skizziert hatte, obwohl doch seine Gedanken
 eigentlich um das bevorstehende Duell hätten kreisen müssen. In wenigen
 nächtlichen Stunden soll er das geschafft haben, worin andere vor ihm sich
 vergeblich bemüht hatten. Zwischen Abend- und Morgendämmerung soll er trotz
 Todesängste das beschrieben haben, wofür andere Menschen normalerweise
 Wochen, Monate oder gar Jahre brauchen, um es nur zu begreifen. Ebenso
 schwierig zu verstehen sind die Hintergründe dieses anscheinend so
 sinnlosen Duells, in dem Evariste Galois im Alter von 20 Jahren starb. (aus
 Bernard Bychan, Galois Schweigen)

 (c)Bernd Klein

www.bychan.de


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