
Kinderland
©Angelika
Haymann
Niemals führt ein Weg zurück
in ein längst verlornes Glück
kein Pfad heim ins Kinderland
das im Dunst der Zeit verschwand.
Einst ließen Liebe und Vertrauen
uns ungestört ein Traumschiff bauen
sind sorglos durch den
Tag getrieben
davon nur die Erinnerung blieben
Passivität vertrieb die Lust
sind fast erstickt am Alltagsfrust
begraben unter Traumruinen
Wünsche, die einst wichtig schienen.
Heimweh nach der Kinderzeit
lebt in der Seele allezeit
und ein unheilbarer Schmerz
nagt und frisst an unserm Herz.
Hältst
du mich?
©
2004 Angelika Haymann
Wer hält mich, wenn der Lebenspfad
mich fort vom Glück getrieben hat,
dem Schicksal ich Tribut gezollt,
es anders kommt, als ich gewollt.
Hältst du mich?
Wer hält mich, wenn nur Dunkelheit
rings um mich herrscht und Einsamkeit,
wenn ich beim Blick aus meinem Fenster,
erspäh die grauen Nachtgespenster.
Hältst du mich?
Wer hält mich, wenn Gefahr mir droht,
wenn in der allerhöchsten Not
mich selbst die liebsten
Menschen hassen,
und durch das Netz mich fallen lassen.
Hältst du mich?
Wer hält mich, wenn im Albtraumland
ich strecke hilflos aus die Hand,
weil böse Träume mich erschrecken
und ich nicht weiß, was sie verstecken.
Hältst du mich?
Späte Liebe
©
Angelika Haymann 2004
Grau
die Tage, kalt und leer mein Herz
lebte
einsam dahin, spürte Schmerz
unsicher
schwebend im leeren Raum
eine
neue Liebe war nur ein Traum
den
ich träumte in kalten Nächten.
Herbstnebel
umwehten mich
ich
suchte nicht, da fand ich dich
eine
neue Sonne ging für uns auf
verletzt
achtete ich darauf
dass
du mir nicht zu nahe kamst.
Du
nimmst mich sachte an die
Hand
führst
mich ein in´s Liebesland
des
Leibes Schönheit ist vergangen
fest
hältst du mich umfangen
trägst
mich liebevoll streichelnd davon.
Ich
fühle, dass ich wieder atme, schwebe.
späte
Liebe ich mit dir erlebe
der
Jugend Feuer vermisse ich nicht
sehe
in dein liebes vertrautes Gesicht
fühle Wärme und tiefen Frieden.